Wissenswertes über Tristan Da Cunha
Eine Inselgruppe im Südatlantik – man denkt an paradiesische Palmenstrände. Davon ist Tristan da Cunha weit entfernt. Es herrscht ein raues, kühles Meeresklima, das von starkem Westwind bestimmt wird. Die Temperaturen liegen durchschnittlich bei 12 Grad und Niederschläge erreichen einen Jahresmittelwert von 3397mm.
Die Insel ist zwar nicht gänzlich von der übrigen Welt abgeschnitten, aber doch schwer erreichbar. Ein Postschiff kommt einmal im Jahr. Einige Kreuzfahrtschiffe preisen die Insel auf ihrer Route als besondere Attraktion. Allerdings ist es vom Wetter abhängig, ob Besucher an Land gehen können. Wenn sie es aber können, dann ist das neue Postamt einer der beliebtesten Anlaufpunkte. Und ein Hummersandwich ist ein Muss, denn Tristan da Cunha betreibt neben Land- und Viehwirtschaft auch Fischfang und hat eine Fabrik, die Meeresfrüchte verarbeitet.
Nicht nur Felsenpinguine sind ein gefragtes Fotomotiv. Die Heimat von etwa siebzig Familien ist längst modernen Verhältnissen angepasst, wenngleich Tristan da Cunha weder einen Flughafen, noch Nachtclubs oder Hotels hat. Dennoch ist dieses Reiseziel begehrt. Es werden Übernachtungen angeboten, die Insulaner sind außerordentlich gastfreundlich und stolz auf ihre Abgeschiedenheit, in der sie sich eingerichtet haben. In der Weltpresse ist Tristan da Cunha selten präsent, es sei denn, die USA testen nahe des Archipels Atomsprengköpfe. So geschehen 1958. Auch ein Vulkanausbruch bringt der Insel Schlagzeilen. Der letzte fand 1961 statt.
Abgelegen, aber nicht hinter dem Mond – die Bewohner von Tristan da Cunha singen die Britische Hymne “God Save The Queen”. Schließlich soll sie ihre schützende Hand noch lange bis zu diesem entfernten Erdenwinkel ausstrecken. Doch eine veränderte Textzeile wäre denkbar: God Save The Queen AND Tristan da Cunha.